Pilzkontrolle
beim Arzt
Definition
Mehr als hunderttausend Pilzarten sind bekannt. Ganz wenige davon, rund 60, sind für den Menschen schädlich. Die meisten Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut und der Nägel werden durch so genannte Dermatophyten verursacht, einer Gruppe der Fadenpilze. Zu den bevorzugten Aufenthaltsstätten dieser Pilze zählen die Zehenzwischenräume, der Raum unter den Nägeln, das feuchte und warme Milieu in der Scheide der Frau oder unter der Vorhaut des Mannes, und die Leistenbeuge. Wie alle Parasiten ernähren sich auch Pilze von ihrem Wirt. Im Fall der Dermatophyten ist es das Keratin, eine Substanz, die in der Hornhaut, in den Nägeln und in Haaren vorhanden ist.
Die Ursache für Mykosen ist meist eine geschwächte Immunabwehr.
Symptome
Erste Anzeichen einer Pilzinfektion der Haut sind meist Juckreiz oder ein leichtes Brennen sowie eine beginnende Rötung. Später fallen, je nach dem zugrunde liegenden Erreger, eine Schuppung oder ein Aufweichen der Haut auf. Nagelpilzerkrankungen bewirken eine Verdickung und gelbbraune Verfärbung des Nagels.
Therapie
Wir stellen zuerst eine saubere Diagnose anhand der sichtbaren Haut- oder Nagelveränderungen und der Untersuchung von Gewebeproben (Hautschuppen, Nagelmaterial) unter dem Mikroskop. Bei Hautpilzerkrankungen werden in der Regel äußerlich anzuwendende Arzneimittel (Salben, Cremes) eingesetzt, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Insbesondere bei Nagelmykose ist zusätzlich die Einnahme von Medikamenten angezeigt, die sich über den Blutweg in den befallenen Haut-, beziehungsweise Nagelregionen anreichern und dort ihre Wirkung entfalten.


