. .
Facebook Twitter

Wenn sich die Vene

verkrampft

 

Definition

Die Venen transportieren das Blut aus allen Körperteilen, zum Teil gegen die Schwerkraft, zum Herzen zurück. Damit das Blut dabei nicht in die falsche Richtung fließt, haben die Venen im Abstand von vier bis sieben Zentimetern Ventilklappen, die das Zurückfließen verhindern. Bei Belastung der Venen, (zum Beispiel bei Ausübung eines stehenden Berufes oder in der Schwangerschaft) und infolge einer Venenwandschwäche sind die Venenwände der Belastung nicht mehr gewachsen und geben nach. Durch die Erweiterung funktionieren die Venenklappen nicht mehr richtig und ein Teil des Blutes staut sich zurück. Als Krampfadern (Varizen) werden solch erweiterte Venen bezeichnet.

Häufige Ursachen für Venenleiden: Erbliche Veranlagung (Bindegewebs- und Venenwandschwäche), Bewegungsarmut, Übergewicht, überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit, Schwangerschaft.

 

Symptome

Durch den Blutstau kommt es im Laufe der Zeit zu einer erhöhten Anfälligkeit für Entzündungen, Thrombosen und Unterschenkelgeschwüre (Ulcus). Es sammelt sich Wasser im umliegenden Gewebe. Besonders abends sind die Beine schwer und geschwollen (Ödeme), schmerzen, kribbeln oder jucken (Stauungsekzem).

 

 

 

Therapie

Eine Venenoperation ist die sinnvollste und meist einzige Methode, um Krampfadern dauerhaft zu beseitigen. Vor jeder Therapie erfolgt eine eingehende Untersuchung darüber, ob es sich um Erweiterungen im Venensystem handelt, die tief gelegene (unsichtbare) oder oberflächlich verlaufende (sichtbare) Venen betreffen. In unserer Praxis geschieht dies mit hochmodernen Ultraschallgeräten – schmerzfrei und nicht belastend. Wir grenzen solche Krampfadern auch ab von den dicht unter der Haut verlaufenden, erweiterten kleinsten Venen, den so genannten Besenreisern, die ein rein ästhetisches Problem darstellen.

Ziel des Vorgehens ist, für den individuellen Befund eines jeden Patienten aus unterschiedlichen Operationstechniken das beste Verfahren auszuwählen. Zum Beispiel die minichirurgische Phlebektomie, so genannte «Häkelmethode» (Entfernung von krankhaft veränderten Seitenästen) oder die Drucktherapie mit Stützstrümpfen, Stützstrumpfhosen oder speziell angepassten Kompressionsstrümpfen. Durchblutungsfördernde oder blutgerinnungshemmende Salben und Gels oder Venenmittel zum Einnehmen lindern die Beschwerden.

 

 

 
Mirror
Blumenbild
Portraitbild