Wenn der Haut
Bösartiges widerfährt
Definition
Hautkrebs ist eine bösartige Wucherung der Haut oder der Schleimhäute. Seine häufigsten Formen, die Basaliome, eine wenig aggressive Krebsart, die bei fast allen Patienten geheilt werden kann und Spinaliome, entstehen überwiegend auf chronisch lichtgeschädigter Haut. Sie treten gehäuft zwischen dem 60. und 80. Altersjahr auf (Altershautkrebs). Unter dem Begriff Präkanzerosen (Hautkrebsvorstufe) werden Hauterkrankungen zusammengefasst, die nach längerer Zeit ihres Bestehens bösartig werden und in einen Hautkrebs übergehen können. Das Melanom nimmt mit der Umschreibung «schwarzer Hautkrebs» bereits vorweg, dass es sich um den bösartigsten aller Krebse (mit möglichen Metastasen) handelt.
Symptome
Gefährliche Hautveränderungen durch die Sonne enstehen immer erst lange Zeit nach der Sonneneinwirkung. Meist nach dem 50. Lebensjahr bemerkt man erstmals fleckförmige Rötungen und rauhe Schuppungen. Genetische Faktoren und langjährige Sonnenbestrahlung sind die Hauptursachen eines Basalioms. Es entsteht an Körperstellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind: bevorzugt im Gesicht (das Basaliom macht rund 90 Prozent aller Lidtumoren aus), an Ohren, Kopfhaut und Hals.
- Melanome sind dunkelbraune bis schwarze Hautflecken, überwiegend (aber nicht nur) an Körperstellen, die dem Licht ausgesetzt sind. Melanome unterscheiden sich von harmlosen Hautveränderungen wie folgt:
- Melanome wachsen bevorzugt in eine Richtung; sie sind asymmetrisch
- Ihre Begrenzung ist unscharf, zackig und unregelmässig
- Ihre Färbung ist uneinheitlich
- Der Durchmesser des Melanoms nimmt langsam weiter zu. Leberflecken, deren Durchmesser größer als fünf Millimeter ist, sollten vom Hautarzt kontrolliert werden.
- Verdächtig sind auch halbkugelförmige, in die Höhe wachsende Pigmentmale
Zusätzliche Warnsignale können sein: Juckreiz und Blutungen an Pigmentflecken, die dunkle Verfärbung und/oder plötzliche Ablösung eines Nagels.
Maligne (bösartige) Melanome finden sich zu über 90 Prozent in der Haut. In selteneren Fällen können sie jedoch im Auge oder auf Schleimhäuten entstehen.
Therapie
Als Dermatologen können wir die typischen Hautveränderungen erkennen und nach mikroskopischer Untersuchung des Tumorgewebes die richtige Diagnose stellen. Lange Zeit stützte sich die Therapie auf die Entfernung des Tumors mittels Operation oder Bestrahlung. Mittlerweile stehen für die oberflächlichen Basaliome auch schonendere Therapiealternativen wie die Photodynamische Therapie, die Laserbehandlung und moderne Arzneimittel (Immuntherapie mit Aldara) zur Verfügung. Die Heilungschancen sind sehr gut, wird das Basaliom frühzeitig erkannt. Daher ist nicht nur die Vorbeugung wichtig – also auf guten Sonnenschutz zu achten –, sondern insbesondere die regelmäßige Selbstuntersuchung.
Photodynamische Therapie (pdf, 28 KB)


